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Beru kaufen


20.11.2002
LB Baden-Württemberg

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg nehmen für die Aktie von Beru (WKN 507210) ein Upgrade von "halten" auf "kaufen" vor.

Den hohen Barmittelbestand von 116 Mio. EUR plane das Unternehmen für Akquisitionen zu nutzen. Beru prüfe derzeit mehrere Optionen. Eine davon könnte auf den Ausbau des Ersatzgeschäfts bei der Zündungstechnik abzielen. Der Bereich würde damit unter anderem seine starke Abhängigkeit vom Automobilzyklus reduzieren. Eine weitere Option dürfte nach Einschätzung der Analysten die Sparte Dieselfiltertechnologie betreffen. Angesichts der weiteren Verschärfung der europäischen Abgasrichtlinien würde Beru damit in ein weiteres Wachstumsfeld vorstoßen.

Das Marktforschungsinstitut AID habe in einer jüngst veröffentlichten Studie seine Prognosen für den europäischen Dieselmarkt veröffentlicht. Die Vorhersagen, die auf Umfragen bei den Autoherstellern basieren würden, würden von einer Erhöhung der Diesel-Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2008 auf 8,6 Mio. ausgehen. Dies entspreche einer annualisierten Wachstumsrate auf Basis 2001 von 7,3%. DRI-WEFA sei in einer im Juni vorgelegten Studie von einem Wachstum von 5,9% bis 2006 ausgegangen.

Zudem würden sich die Anzeichen für eine Verbesserung der Dieselakzeptanz in den USA verdichten, wo gleichzeitig die Hoffnung auf eine rasche Einführung der Brennstoffzelle von Jahr zu Jahr schwinden würde. Volkswagen würde in seinem US-Geschäft bereits einen Dieseldurchdringungsgrad von 10% melden. 2004 solle der Tuareg-Diesel den Startschuss für die "Dieselisierung“ des Sport- und Pick-up-Segments (SUV-Segment) geben.


Auch Daimler-Chrysler plane eine Ausweitung des Dieselanteils bei der E- und M-Klasse. Einer Studie von J.D Power zufolge, sei jeder dritte Amerikaner bereit ein Dieselfahrzeug zu erwerben. AID schätze unter Berücksichtigung der für 2006 vorgesehenen Verschärfung der Emissionsrichtlinien beim Schwefelausstoß, dass bis 2010 jeder vierte Wagen im SUV-Segment (2,3 Mio. Einheiten) mit einem Dieselmotor ausgestattet sein werde.

Nach dem Rückschlag bei den Reifendruck-Kontrollsystemen in den USA habe sich Beru mit der Lear Corporation auf die Lieferung eines gemeinsamen Systems für die in Amerika verkauften Wagen deutscher Hersteller geeinigt. Beru würde Temperatur- und Drucksensoren liefern, die bei Lear an den Schaltkreis der Türverriegelungsanlage angeschlossen würde. Durch die Markteinführung des VW-Tuareg und des Porsche-Cayenne dürfte sich der Umsatz bei dieser Technologie im laufenden Geschäftsjahr auf 20 Mio. EUR und im kommenden Geschäftsjahr auf 30 Mio. EUR erhöhen. Der Break-Even könnte aus Sicht der Analysten schon zum Ende des Jahres erreicht sein.

Nach Angaben des Managements würden die Ergebnisse in den ersten Wochen des laufenden Quartals über Plan liegen. Die Analysten seien optimistisch, dass diese Entwicklung anhalte. Bei einer nur leicht um 3 Mio. EUR nach unten korrigierten Umsatzschätzung, würden die Analysten an ihrer diesjährigen Ertragsprognose festhalten und würden weiterhin von einem Gewinn je Aktie von 3,65 EUR ausgehen. Für das kommende Geschäftsjahr würden die Analysten mit 363 Mio. EUR einen höheren Umsatz als bisher erwarten. Da die Margen weiterhin konstant bleiben dürften, würden die Analysten ihre Ertragsschätzungen von bisher 4,38 EUR auf 4,56 EUR je Aktie erhöhen. Das zum Zweck der Kursstabilisierung geplante Aktienrückkaufprogramm sei bisher nicht realisiert worden. Nach wie vor würden sich 10 Mio. Beru-Aktien am Markt befinden.

Beru sei im Branchenvergleich nach Erachten der Analysten weiterhin hoch bewertet. Allerdings würde das Unternehmen aus Sicht der Analysten über bessere Wachstumsperspektiven als die Wettbewerber verfügen. Auch die hohe Rentabilität von Beru rechtfertige die Meinung der Analysten nach einem Bewertungsaufschlag. Die steigenden Prognosen der Forschungsinstitute für den Dieselmarkt sollten der Aktie weiterhin Aufwind geben. Das geplante aber bisher noch nicht angelaufene Aktienrückkaufprogramm würde die Abwärtsrisiken begrenzen.

Gekoppelt an die Erhöhung der EPS-Schätzung für 2003/04 auf 4,56 EUR, stufen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg die Aktie von Beru von "halten" auf "kaufen" herauf.



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